Chronik

Die Musik drückt das aus,
was nicht gesagt werden kann
und worüber zu schweigen unmüglich ist

Victor Hugo

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Erste Bilddokumentation aus dem Jare 1923, Musikkapelle Bollschweil bei der Fahnenweihe des Radfahrvereines

 

 

Liebe Leser,
diese Chronik wurde anläßlich des 140-jährigen Bestehens des Musikvereines Trachtenkapelle Bollschweil im Jahr 2003 neu überarbeitet und seither fortgeschrieben. Die wichtigsten Daten und Termine aus der 140 jährigen Vereinsgeschichte werden in chronologischer Reihenfolge aufgeführt und an einigen Stellen vom Verfasser kommentiert. Damit Sie sich gedanklich leichter in die Zeit des Ursprungs der heutigen Trachtenkapelle zurückversetzen können, werden zu Beginn auch einige Ereignisse der damaligen Zeit aus Kultur, Politik und Technik kurz beschrieben. Lassen Sie uns nun auf die Reise durch 140 Jahre Vereinsgeschichte gehen.

1863 - 1887

Wir schreiben das Jahr 1863. Was war das für eine Zeit, was geschah damals in Bollschweil und andernorts auf der Welt. Die Menschen mussten noch 14 Jahre warten bis Thomas Alpha Edison 1877 den Zylinderplattenspieler und damit den ersten Tontröger erfand. Wollte man Musik hören, so musste man sie entweder selbst machen oder ein Konzert besuchen. Eines war damit sicher, hörte man vor 1877 Musik, dann war sie live.

Noch 16 Jahre, von 1863 an gerechnet, mussten die Musikanten in Bollschweil und überall auf der Welt bei Kerzenlicht oder im Schein einer anderen Funzel nach erlöschen des Sonnenlichtes proben. Denn erst 1879 meldete der selbe Edison das Patent für seine Glühbirne an. In Bollschweil haben die Musiker sicher noch sehr viel länger im Dunkeln gemunkelt, denn von der Erfindung des elektrische Lichtes bis zur Elektrifizierung und elektrischen Beleuchtung Bollschweils war es sicher noch ein langer Weg.

1863 Giuseppe Verdi in Italien, Komponist von Werken wie Maskenball, die Macht des Schicksals, Don Carlos und Othello war auf dem Zenith seiner Schaffenskraft. Wenige Jahre später(1871) wurde Aida, eines seiner berühmtesten Werke in Kairo anlässlich der Eröffnung des Suezkanales uraufgeführt.

1863 starb Franz Gruber. Ein Mann, der nie berühmt wurde obwohl er ein Lied geschrieben hat, das jeder kennt und heute in der ganzen Welt populär ist. Unzählige Interpreten (von den Regensburger Domspatzen bis zu Mahelia Jackson) haben es in unterschiedlichen Arrangements gesungen. Es wurde am 24.12.1818 zum ersten mal in der Kirche von Oberndorf aufgeführt. 1863 starb Franz Gruber, der Komponist des Liedes "Stille Nacht."

Es war die Epoche des Bürgerkrieges in den USA, der 1865 mit dem Sieg der industriellen Nordstaaten endete. Präsidenten Lincoln wurde ermordet. Die Sklaverei wurde abgeschafft.

Es war die Epoche in der Zeitgenossen wie Johann Strauß Sohn Werke wie den Kaiserwalzer, Zigeunerbaron, Wiener Blut oder die Fledermaus geschaffen haben.

Bismarck war preußischer Ministerpräsident.

1863 starb Jakob Grimm der ältere der beiden Gebrüder Grimm, die später durch ihre Märchen weltberühmt wurden.

Doch nicht aus den Märchenbüchern der Gebrüder Grimm -liebe LeserInnen- sondern aus sicherer mündlicher Überlieferung wissen wir, dass es 1863 in Bollschweil bereits eine Vereinsmusik gab, die auch außerhalb von Bollschweil bei verschiedenen Anlässen äffentlich auftrat und die Wurzel des heutigen Musikvereines/Trachtenkapelle Bollschweil bildet.

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1888 - 1914

Wir schreiben das Jahr 1888, das Jahr aus dem uns die erste schriftliche Dokumentation vorliegt. Es handelt sich um ein Kassenbuch, das von Joseph Gutgsell, der von 1889 bis 1899 Dirigent und Vorstand war, gestiftet wurde. Dieses Buch enthält die gesamte Dokumentation des Vereines bis zum ersten Weltkrieg und wurde vom jeweiligen Vorstand bis zum heutigen Tag gehütet wie der eigene Augapfel.

 

 

Kassenbuch aus dem Jahre 1888, gestiftet von Joseph Gutgsell
In diesem Buch wurden am 10. Februar 1889 die ersten Statuten niedergeschrieben







Erste Seite der Vereinsstatuten aus dem Jahre 1889 insgesamt umfasst das Werk 9 Seiten und 28 Paragraphen



Für das Jahr 1888 werden Einnahmen in Höhe von 39,74 Mark und Ausgaben von 39,35 Mark ausgewiesen. Macht einen überschuss von 39 Pfennigen. Das ist etwa der Betrag, den ein Musiker nach § 7 der Satzung für 2 versäumte Proben (nämlich 20 Pfennig pro Probe) zu berappen hatte. Der Musikverein hat offensichtlich damals schon genau wie heute immer von der Hand in den Mund und ewig knapp bei Kasse sein Dasein gefristet. Aber genau wie heute hatte auch der Musikverein bereits vor weit mehr als hundert Jahren Freunde und Gönner. Die dokumentierten Schenkungsverträge sind Belege dafär.

So haben ein Herr Josef Kirner und die Witwe Frau Josef Moll dem Musikverein am 19. März 1890 eine kleine Trommel im Wert von 24 Mark geschenkt.

1890
Ausgaben für eine Probe des Herrn Kapellmeister Georg Hornung aus Freiburg - 5 Mark-

28. Mai 1890
Konzert im "Schwanen" in Bollschweil

12. Juli 1891
Konzert im "Rössle" in St. Ulrich

1899-1914
Heribert Gutgsell war Vorstand des Vereines

1914

-erster Weltkrieg- es begann ein dunkles Kapitel in der Geschichte.

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1915 - 1958

Aus dieser Zeit liegt uns keine geschlossene Dokumentation mehr vor.
Die grossen politischen Ereignisse dieser Epoche müssen nicht kommentiert werden. Die Zeit war gekennzeichnet durch die beiden Weltkriege. Aus der Musikszene sollen in diesem Zusammenhang die Comedien Harmonists genannt werden, die man heute wohl als erste "boygroup" der Welt bezeichnen würde. Sie hatten mit ihren A-capella Stücken riesige Erfolge bis man der Gruppe 1934 jeglichen Auftritt in Deutschland verboten hat.

Die herausgerissenen Blätter dieses Buches dokumentieren die ganze Sprachlosigkeit dieser Zeit. Selbst ein vermeintlich harmloses Kassen- und Schriftführerbuch eines Musikvereines musste wohl verstummen.

Aus mündlichen Überlieferungen und einigen Bilddokumentationen wissen wir, dass es auch in diesen Zeiten einen Musikverein gegeben hat.

In all den Jahren von 1916-1956 war Leopold Schmutz Vorstand; ein Meilenstein in der Geschichte des Musikvereins.

24. Juli 1958

Gründungsversammlung im Gasthaus zum Löwen in Bollschweil
Otto Schweizer wird erster Vorstand, Helmut Jehle Dirigent.
1958
Das Hochzeitsfieber ist ausgebrochen. Kurz hintereinander heiraten die beiden Musiker Fritz Moll und Hans Disch.

1958
Aufstockung der Mitglieder von 42 auf 105; die Kapelle besteht aus 20 Aktiven.

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1959 - 1962

12. April 1959
Erstes Konzert nach der Wiedergründung; Oberlehrer König war beeindruckt und dankte den Musikern und dem Dirigenten Helmut Jehle.

20. März 1960
Fritz Schweizer wird 1. Vorstand.

15. Mai 1960
Frühjahrskonzert im Gasthaus Hirschen in Bollschweil.

18. Februar 1961
Ständchen anlässlich der Eröffnung des Gasthauses Waldeck in der Schulstrasse.

1961
Gründung einer Knabenkapelle; aktiv noch dabei aus der Zeit: Fritz Schweizer.

22.-23. Juni und 12.-13. August 1961

Musikverein und Gesangverein veranstalten das erste Waldfest in Bollschweil.

2. Oktober 1961
Ständchen anlässlich des 70. Geburtstages von Prälat Schinzinger

12. Januar 1962
Ein besonders tragischer Tag. Leopold Schmutz, der 40 Jahre Vorstand war, starb an seinem 66.Geburtstag.

8. Mai 1962
Hochzeit von Bernhard Mangold (Bassist und Schriftführer).

17. Juni 1962
40-jähriges Priesterjubilüum von Prälat Schinzinger.
Musikverein, Kirchenchor und MGV geben ein Ständchen. Prälat Schinzinger bedankt sich bei den Vereinen

16. Dezember 1962
Mitgliederversammlung zur Festlegung des 100 jährigen Vereinsjubiläums
Zitat Bernhard Mangold aus den Schriftführerbuch:
Für den Festplatz einigte man sich auf die sogenannten Schneckenmatten im Unterdorf. Den Eingang zum Festplatz gegenüber der Öler Resi (Frau Josef Disch Witwe) fand man für geeignet. Hans Koch versprach feierlich die Festplatzfrage zu erledigen, weil die Eigentümer dieser Wiesen von Pfaffenweiler sind, da er sich mit den Schnecken ja gut versteht, da seine Frau aus dieser Gemeinde stammt."

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1963 - 1973

17. -19. August 1963
100-jähriges Musikfest.
Am 18.8. riss ein starker Sturm die Planen vom Dach des Festzeltes los.

Zitat Bernhard Mangold:
"Mit Hämmer und Nägeln bewaffnet stiegen die Musikanten auf's Dach um die Planen wieder anzunageln. So konnten wir aktiven Musiker den Festakt, der sich im Zelt abspielte auf dem Dach des Festzeltes miterleben. Die Töne, die vom Zelt zu uns hinaufstiegen und das Heulen des Sturmes vereinte sich mit den Hammerschlägen der Musikanten. Deshalb wird uns das 100-jährige Musikfest noch lange in Erinnerung bleiben".

20. Juni 1965
Im Gasthaus zum Löwen wurde der 75. Geburtstag von Oberlehrer Graf und gleichzeitig seine Verabschiedung als Dirigent des Kirchenchores gefeiert.

Dezember 1967 bis Dezember 1968
In dieser Zeit wurden 11 Zöglinge durch den Berufsmusiker Herrn Mäusert vom Stadttheater Freiburg ausgebildet. Am Weißen Sonntag 1969 war ihr erster Auftritt. Von diesen 11 Zöglingen sind heute noch dabei: Meinrad Grammelspacher, Klaus Weber und Max Riesterer. Die Kapelle zählte 30 Aktive.

23. März 1969
Hans Disch wird in der Generalversammlung zum 1. Vorstand gewählt.

8. März 1970
Seinem Amt als Bürgermeister und der Macht des Schicksals ist es wohl zu verdanken, dass der damalige Bürgermeister Josef Hermann an dieser Generalversammlung teilnahm. Es wurde für ihn die Nacht des Schicksals. Als man in den frühen Morgenstunden des 9. März 1970 immer noch keinen 1.Vorsitzenden gefunden hatte, erbarmte er sich und nahm das Amt an.

29. August 1970
Die Breisgauer Baustoffwerke feiern ihr 50-jähriges Bestehen in der neuen Lagerhalle und laden die gesamte Bevölkerung ein. Die Musikkapelle spielt zur Unterhaltung. In seiner Festrede gibt der damalige Chef Artur Koch bekannt, dass die Breisgauer Baustoffwerke dem Musikverein eine Tracht stiften wird. Diese wurde am 17. Januar 1971 am Patrozinium zum ersten mal getragen.
Seit diesem Zeitpunkt tritt die Musikkapelle als Trachtenkapelle Bollschweil auf.

22./23. Mai 1971
Ein einmaliges Erlebnis in Bollschweil: Primiz von Hubert Mangold.

Zitat von Bernhard Mangold:

"Die Musikkapelle hat die Feierlichkeiten verschönert und mit ihren Beiträgen dazu beigetragen, dass dieses Fest als einmalige Sache in die Dorfgeschichte eingeht".

16. Mai 1971
Teilnahme am Bundesmusikfest in Karlsruhe

15. November 1971
Volktrauertag; erster Auftritt mit dem neuen Dirigenten Richard Mitternacht

26. März 1972
Josef Schweizer wird erster Vorstand

18. Juni 1972
Die Trachtenkapelle spielt beim goldenen Priesterjubiläum von Prälat Schinzinger.

24. Dezember 1972
Erster Auftritt der von Richard Mitternacht ausgebildeten "Zöglinge" bei der Christmette. Ein denkwürdiger Tag in der Geschichte der Trachtenkapelle. Bei diesem Auftritt traten zum ersten mal Mädchen in der Kapelle auf.
Richard Mitternacht machte damit nach über 100 Jahren Vereinsgeschichte Schluss mit der reinen Männerwirtschaft.

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1974 - 1982

12.-15. Juli 1974
110-jähriges Vereinsjubiläum das Festbankett wurde damals in der neuen Möhlinhalle veranstaltet. Das Festzelt stand bei der Obsthalle. Ein grosses Fest, das vom jetzigen Ehrenvorsitzenden Josef Schweizer gemanagt wurde.

12. Oktober 1974
Offizielle Einweihung der Möhlinhalle unter Mitwirkung der Trachtenkapelle Bollschweil

6. Februar 1975
Startschuss zur Bollschweiler Hallenfasnet am "schmutzige Dunschdig". Die Trachtenkapelle und der spütere Ehrenobernarr Oskar Goltz begründen die Hallenfasnet.

11.-13. August 1978
Erster Bollschweiler Dorfhock. Am Freitag um 19 Uhr eröffnete Bürgermeister Josef Hermann den Hock mit dem Fassanstich. 10 Vereine warben um die Gunst der Besucher. Auf dem Anwesen von Adolf Weber "in's Vogts Schiere" hatte sich die Trachtenkapelle für den Dorfhock eingerichtet.

16. April 1979
Ein trauriger Tag. Die Trachtenkapelle verliert ihren langjährigen Bassisten und Schriftführer Bernhard Mangold durch einen tragischen Unfall.

1980
Josef Schweizer gibt sein Amt als erster Vorsitzender ab; Hans Brunner wird sein Nachfolger.

2. Mai 1980
Doppelkonzert der Trachtenkapelle Bollschweil unter der Leitung von Richard Mitternacht und des Jugend- und Blasorchester Murnau unter der Leitung von Willi Höcherl. Ein großartiger Abend - der Beginn einer langjährigen Freundschaft.

11. April 1981
Erstes Frühjahrskonzert unter der Leitung von Alfred Wohlhüter, der die Kapelle vorübergehend übernommen hat.

1.-3. Mai 1981
Ausflug und Konzertreise noch Murnau am Staffelsee.
Ein toller Ausflug, ein gutes Konzert mit Alfred Wohlhüter und ein feucht-fröhlicher Abschluss im Kloster Andechs.

17. November 1981
Willi Schweizer wird in der 2. außerordentlichen Versammlung zum ersten Vorstand gewählt.

28. März 1982
Die Jahreshauptversammlung wird von der Trachtenkapelle mit dem neuen Dirigenten Oskar Schultheis eröffnet.

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1983 - 1992

16.-19. Juni 1983
120 Jahre Trachtenkapelle Bollschweil. Oskar Schultheis war Dirigent, Willi Schweizer unser 1.Vorsitzender. Für das Festbankett bot die Möhlinhalle auch bei diesem Jubiläum die richtige Kulisse. Das Festzelt hatten wir bei der Obsthalle aufgebaut. Einer der Höhepunkte des Festes war das Konzert des Jugend- und Blasorchesters Murnau.

26. Juni 1983
Die Trachtenkapelle hat dem neu ernannten Bischof von Mainz Karl Lehmann vor der Kirche ein Ständchen gebracht.

29. April - 1. Mai 1984
Ausflug und zweiter Besuch in Murnau mit Doppelkonzert im Kurhaus.

9. Januar 1985
Alfred Wohlhüter übernimmt den Taktstock als Dirigent der Trachtenkapelle.

20. Januar 1985
Dem neuen und alten Bürgermeister Josef Hermann spielt man ein Ständchen und gratuliert zur Wiederwahl.

4. Januar 1986
Erster gemeinsamer Auftritt von Kirchenchor, MGV und Trachtenkapelle. Alfred Wohlhüter und die drei Vereine haben das Publikum in der voll besetzten Möhlinhalle begeistert. Der Höhepunkt des Abends war der Gefangenenchor aus Nabucco.

18. Dezember 1986
Erste Probe mit dem neuen Dirigenten Konrad Vonarb.

März 1987
Gründung einer Jugendkapelle durch Konrad Vonarb. Auch bei unserem dritten Konzert in Murnau hinterließen wir unter der Stabführung unseres neuen Dirigenten einen hervorragenden Eindruck.

24. Dezember 1987

Die Trachtenkapelle spielt zum ersten mal an Heilig Abend auf dem Friedhof. Eine guter Gedanke, jetzt schon Tradition.

25. Dezember 1987
Bei unserer Weihnachtsfeier gab die neu gegründete Laienspielgruppe mit dem Stück "Kirsch und Kern" ihr Debüt.

29. April 1988
Hanspeter Moll wird erster Vorstand.

24. Juni 1988
Die Trachtenkapelle spielt zur Eröffnung der neuen Verbindungsstrasse zwischen L122 und Kalkwerk.

25. Juni 1988
Ein in der Vereinsgeschichte seltenes Ereignis: Die Trachtenkapelle tanzt - oder besser gesagt - spielt auf 2 Hochzeiten. An diesem Tag heiratet die Musikerin Veronika Weber und unserer langjähriger Klarinettist Marco Schweizer.

5. November 1988
Jubiläumskonzert in der Möhlinhalle anlässlich unseres 125-jährigen Bestehens.

6. Nov. 1988
Erstes Jugendkapellentreffen in der Möhlinhalle.

01. April 1989
Wunschkonzert und Verleihung der Pro- Musika- Plakette durch Frau Heute-Bluhm.

2. September 1989
Die Trachtenkapelle spielt in Berstett, dem künftigen Partnerort von Bollschweil. Wir waren beeindruckt von der Gastfreundschaft der Berstetter Bevülkerung und der Qualität des Rotweins, den wir am Abend auf einer Ferm genossen haben.

21. Oktober 1990
Ständchen für unseren neuen Bürgermeister Josef Schweizer.

13. Dezember 1990
Ständchen in der Möhlinhalle anlässlich der Verabschiedung von Josef Hermann als Bürgermeister und seiner Ernennung zum Ehrenbürger von Bollschweil.

20. Dezember 1990
Ein Trauertag für die Trachtenkapelle.
Wir erfahren vom Tod des langjährigen Dirigenten und Musikers Helmut Jehle. Er hat viele von uns Musikern geprägt und war ein Meilenstein in der Geschichte der Trachtenkapelle.

2.-7. Januar 1991

Konzertreise nach Prag und Brünn. Ein wunderschöner Ausflug in eine eindrucksvolle Stadt.

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1993 - 1998

3. April 1993
Festakt zum 130-jährigen Vereinsjubiläum in der Möhlinhalle

24. April 1993
Zitat unseres Schriftführers Meinrad Grammelspacher:
"Wenn der Bürgermeister heiratet steht das Dorf Kopf". Wir standen nicht Kopf sondern holten unseren Bürgermeister Josef Schweizer mit seiner Braut vom Elternhaus im Unterdorf ab, begleiteten beide auf Ihrem Weg in die Kirche und umrahmten die Brautmesse.

18.-21. Juni 1993
130-jähriges Jubiläum im Festzelt bei der Möhlinhalle. Unter der musikalischen Leitung von Konrad Vonarb und mit Hanspeter Moll als 1. Vorstand wurde dieses Jubiläum gefeiert.
Neben dem Festumzug war auch bei diesem Fest der Auftritt des Jugend- und Blasorchesters Murnau ein besonderer Höhepunkt.

6. Juni 1996
Erster Musikhock am Rathaus, eingeführt von Hanspeter Moll. Dieser Hock ist seit dort fester Bestandteil unseres Vereinskalenders und eine unverzichtbare Einnahmequelle für den Verein.

13. Juli 1996
Good bye Konny; Abschiedskonzert für Konrad Vonarb. Besondere Überraschung für ihn (Oh happy day) - Schön war die Zeit.

15. Dezember 1996
Ein Mann im schwarzen Anzug schreitet durch den Mittelgang der Hilariuskirche in Bollschweil wo ihn die Trachtenkapelle und viele Zuhörer mit Spannung erwarten. Debüt unseres neuen Dirigenten Friedrich Müller. Mit Stücken wie Bohemian Rhapsody (Freddy Mercury) und Air for winds schlug er eine neue Richtung ein.

22. November 1997
Herbstzeit-Konzertzeit. Unter diesem Motto veranstalteten wir das Herbstkonzert. Zusammen mit unserer Gastkapelle aus Hügelheim und unserer neu formierten Jugendkapelle boten wir ein tolles Konzert. Mit Stücken wie Batman und Tirol 1809 wurde dem Publikum ein weites Spektrum an Blasmusik geboten.

4. April 1998
Zum ersten mal in unserer Original Breisgauer Tracht und leider zum letzten mal unter der Stabführung von Friedrich Möller gab die Trachtenkapelle ihr Frühjahrskonzert. Mit Stücken wie Moment for Moriccone und einem Orchesterwerk aus der Oper Banditenstreiche verabschiedete sich unser Dirigent vom Publikum der Trachtenkapelle.

19. April 1998

Generalversammlung: Hanspeter Moll gibt nach fast 10 Jahren das Amt als 1. Vorsitzender ab. Mit Bedauern verabschieden wir uns auch von Friedrich Möller, der aus beruflichen Gründen das Badische Ländle verlässt.
Max Riesterer wird zum 1.Vorsitzenden gewählt und nimmt das Amt an.

5. Juli 1998
Einweihung des neuen Feuerwehrfahrzeuges. Die Trachtenkapelle umrahmt den Festakt und spielt unter der Leitung des Vizedirigenten Markus Weiser zur Unterhaltung.

31. Juli 1998
Einweihung der neuen Ortsdurchfahrt.
Die Kapelle spielt bei dem von der Gemeinde arrangierten Fest.

11. Oktober 1998

Jugendmusiktag in der Möhlinhalle. Nach einem Workshop für Kinder und Jugendliche gab es ein kleines Konzert der beiden Jugendkapellen aus Bollschweil und Opfingen. Es zeigte sich wieder einmal, dass unser Nachwuchs bei Eckhard Albert in guten Händen ist.
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1999 - 2002

17.Januar 1999

Nachdem Hermann Haege am 1.Januar 1999 den Dirigentenstab bei der Trachtenkapelle Bollschweil übernommen hat, tritt die Kapelle zum ersten mal unter seiner Stabführung am Kirchenpatrozinium (Hilariusfest) auf.

20. November 1999
Das Herbstkonzert war für unseren neuen Dirigenten und die Kapelle die erste Gelegenheit, unserem Publikum das Ergebnis der Zusammenarbeit musikalisch zu präsentieren. Ein tolles Konzert. Die Zuhörer entlassen uns erst nach einigen Zugaben.

15. Juli 2000
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer lauen Sommernacht im Garten des Schlosses von Bollschweil...
So wurden die Gäste zu unserem 1. Sommerkonzert begrüßt.
Nachdem uns die Familie von Holzing das Anwesen zur Durchführung eines Konzertes zur Verfügung gestellt hat und wir uns wochenlang auf das gemeinsame Konzert mit dem Chor Crescendo vor der malerischen Kulisse des Schlosses von Bollschweil vorbereitet hatten, machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Das Konzert wurde in die Möhlinhalle verlegt.
Nicht trüben konnte das schlechte Wetter die musikalische Qualität des Abends. Höhepunkt war das gemeinsam von der Kapelle, dem Chor und einem Buschtrommler vorgetragene Stück "Dry your tears Afrika".
Das Publikum forderte auch an diesem Abend mehrere Zugaben.

7. April 2001
Gemeinsames Frühjahrskonzert in der Möhlinhalle mit der Musikkapelle Grünkraut bei Ravensburg.
Ein Blasmusikabend der besonderen Note. Nachdem beide Kapellen ein gutes Konzert geboten haben, nahmen unsere Gäste aus Grünkraut ihre Instrumente, verteilten sich auf Stühlen und Tischen in der ganzen Möhlinhalle und haben unsere Gäste bis in die frühen Morgenstunden gekonnt unterhalten.
Der Beginn einer Freundschaft.

29. Mai 2001
Die Trachtenkapelle umrahmt den Gottesdienst anlässlich des 25jährigen Bestehens unseres Altenwerkes

21. Juli 2001
Unser 1.Sommerkonzert im Garten des Schlosses von Bollschweil
Ein langersehnter Wusch geht in Erfüllung. Die Trachtenkapelle und der Chor Crescendo geben vor der malerischen Kulisse des Bollschweiler Schlosses ein gemeinsames Konzert. Für den Chor, die Kapelle und unsere Zuhörer ein eindrucksvoller Abend der nur einen Wunsch offen lie߅.Dieses Konzert im nächsten Jahr wieder durchzuführen.

16. Januar 2002
Auftaktveranstaltung zur Agenda 21
Zur Unterhaltung spielt die Jugendkapelle unter Eckhard Albert.
Die Trachtenkapelle übernimmt die Bewirtung.

16. und 17. März 2002
Die Trachtenkapelle gastiert bei den Freunden in Grünkraut und hinterlässt nicht nur musikalisch einen guten Eindruck.
Unsere Einladung zum bevorstehenden Galakonzert beim 140-jährigen Vereinsjubiläum der Trachtenkapelle Bollschweil nahm man sofort an. Ein in Grünkraut am selben Wochenende geplantes Feuerwehrfest wurde kurzerhand um eine Woche verschoben.

12. -14. Juli 2002
Sommerkonzert und Soirée auf Schloss Bollschweil. Eine gemeinsame Veranstaltung der Trachtenkapelle und des Ehrenstetter Winzerkellers. Das Programm des Konzertabends am 13.7. wurde von der Trachtenkapelle und dem Chor Crescendo gestaltet. Wir gingen neue Wege. Unser Dirigent Hermann Haege baute in unser musikalisches Programm zwei Steptänzerinnen ein. Eine Experiment, was bei unseren Zuhörern und Zuschauern so gut ankam, dass mehrere Zugaben gefordert wurden und wir mit dem Programm am Sekt und Weinfestival in Ehrenstetten am 1.12.02 engagiert wurden.

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2003 bis 2015

5. April 2003
Auftaktveranstaltung zum 140-jährigen Jubiläum der Trachtenkapelle und dem 25-jährigen Bestehen der Jugendmusikschule Südlicher Breisgau.
Die jungen MusikerInnen unserer Jugendkapelle und das Ensemble der Jugendmusikschule boten in einer gut besuchten Möhlinhalle ein Konzert auf hohem Niveau. Eine gut organisierte Veranstaltung die man auch ohne Jubilüum wieder einmal durchföhren könnte.

12. April 2003
Festbankett zum 140-jährigen Jubiläum der Trachtenkapelle unter Mitwirkung des Chores Crescendo, der Trachtenkapelle St.Ulrich, des Männergesangvereines Eintracht und des Kirchenchores St. Hilarius. Die Vorstände und Dirigenten der letzten 30 Jahre waren an diesem Abend eingeladen und bis auf wenige Ausnahmen alle gekommen. Der 1.Vorsitzende Max Riesterer nahm die Gäste mit auf eine Reise durch 140 Jahre Trachtenkapelle Bollschweil.
Das Programm wurde mit dem Stück "Time to say goodbye" beendet.
Der ehemalige Dirigent Friedrich Müller und Anne von Rudloff begeisterten das Publikum bei diesem Stück mit ihren Stimmen. Begleitet wurden die beiden von der Trachtenkapelle Bollschweil unter der Leitung von Hermann Haege.

Liebe LeserInnen, an dieser Stelle sei darauf hingewiesen,
dass es sich bei bei den vorstehend aufgeführten Terminen nur um eine kleine Auswahl handelt.
Die Trachtenkapelle umrahmt jährlich regelmäßig alle kirchlichen Veranstaltungen, z.B. am Kirchenpatrozinium, an Fronleichnam oder an Weihnachten sowie viele weltlichen Veranstaltungen der Gemeinde Bollschweil und ist deshalb ein tragender Pfeiler im kulturellen Leben unserer Gemeinde Bollschweil, 02.02.2005
Max Riesterer



Abschließend ein Zusammenstellung aller Vorsitzenden und Dirigenten des Musikvereines Trachtenkapelle Bollschweil seit Beginn der schriftlichen Aufzeichnungen.

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Vorsitzende


1889-1899 Josef Gutgsell
1899-1914 Heribert Gutgsell
1916-1956 Leopold Schmutz
1956-1960 Otto Schweizer
1960-1969 Fritz Schweizer
1969-1970 Hans Disch
1970-1972 Josef Hermann
1972-1980 Josef Schweizer
1980-1981 Hans Brunner
1981-1988 Willi Schweizer
1988-1998 Hanspeter Moll
1998-2005 Max Riesterer
2005-2015 Meinrad Grammelspacher
seit 2015 Julian Büche
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Dirigenten


1889-1899 Josef Gutgsell, Bollschweil
Josef Schwer, Bad Krozingen
Josef Scherle, Ehrenstetten
Hermann Schillinger, Bad Krozingen
Anton Schweizer, Bollschweil
1958-1970 Helmut Jehle, Bollschweil
1970-1971 H. Huber, Schallstadt
1971-1982 Richard Mitternacht, Ihringen
1982-1985 Oskar Schultheis, Freiburg
1985-1986 Alfred Wohlhüter, Freiburg
1986-1996 Konrad Vonarb, Hartheim
1996-1998 Friedrich Möller, Freiburg
1998-1999 Markus Weiser
1999-2005 Hermann Haege, Bollschweil
2005-2005 Susanne Klee, Breisach
2005-2006 Bernhard Maier
2006-2008 Jürgen Gutgsell
März 2008 - Oktober 2010 Andreas Daiger
seit Oktober 2010 Carl Phillip Rombach